Archiv der Kategorie 'Nachdenkgeschichten'
Montag, 7. April 2008
7. April 2008
Ich bin 30 Jahre alt, habe meine Promotion gerade abgeschlossen und meine erste Post-Doc Stelle angetreten. Eigentlich sind es zwei halbe Stellen. Für die eine Hälfte steht die Finanzierung für zwei Jahre (aus Studiengebühren). Die andere Hälfte sind Projektmittel für ein Jahr. Ich habe daher erst einmal nur einen Vertrag für ein Jahr bekommen.
Auf der einen halben Stelle soll ich zwei Einführungsvorlesungen neu konzipieren und auch halten. Lehre macht mir Spaß. Aber um das (meinen Ansprüchen entsprechend) gut zu machen, müsste ich mich eigentlich in meinem ersten Jahr voll darauf konzentrieren. Die Studierenden evaluieren die Vorlesungen ja auch und davon hängt sicher meine Verlängerung ab.
Und dann ist da die halbe Projektstelle. Das Thema liegt mir total und die Fragestellung ist wirklich spannend. Leider ist das Projekt schon in der Endphase und in meinem Teilbereich sind die Ergebnisse noch nicht so toll. Außerdem hat mein Vorgänger einen ziemliche unübersichtlichen Wust von Ergebnissen und Statistiken hinterlassen. Aber wenn da was Rundes raus kommt, kann man bestimmt eine Anschlussfinanzierung für zwei oder drei Jahre bekommen.
Ich arbeite jetzt tagsüber an dem Projekt und bereite die Vorlesungen halt nachts vor. Das ist schon ein ziemlicher Stress. Aber ich mache das ja freiwillig und für meine wissenschaftliche Karriere. Und es ist schon toll, dass ich so frei agieren kann. Ich fühle mich wie ein Ein-Mann-Unternehmen.
Neulich meinte ein älterer Kollege, unser Prof habe schon lange jemanden gesucht, der ihm die ungeliebten Erstsemestervorlesungen abnimmt. Und dass derjenige nun auch noch den Ausputzer in dem aus dem Ruder gelaufenen Forschungsprojekt spielt, sei schon toll für unsere Abteilung. Irgendwie hatte ich aber den Eindruck, da schwang auch Neid auf meine Leistungsfähigkeit mit oder vielleicht Angst, neben mir blass auszusehen. Na egal, ich muss jetzt los...
Auf der einen halben Stelle soll ich zwei Einführungsvorlesungen neu konzipieren und auch halten. Lehre macht mir Spaß. Aber um das (meinen Ansprüchen entsprechend) gut zu machen, müsste ich mich eigentlich in meinem ersten Jahr voll darauf konzentrieren. Die Studierenden evaluieren die Vorlesungen ja auch und davon hängt sicher meine Verlängerung ab.
Und dann ist da die halbe Projektstelle. Das Thema liegt mir total und die Fragestellung ist wirklich spannend. Leider ist das Projekt schon in der Endphase und in meinem Teilbereich sind die Ergebnisse noch nicht so toll. Außerdem hat mein Vorgänger einen ziemliche unübersichtlichen Wust von Ergebnissen und Statistiken hinterlassen. Aber wenn da was Rundes raus kommt, kann man bestimmt eine Anschlussfinanzierung für zwei oder drei Jahre bekommen.
Ich arbeite jetzt tagsüber an dem Projekt und bereite die Vorlesungen halt nachts vor. Das ist schon ein ziemlicher Stress. Aber ich mache das ja freiwillig und für meine wissenschaftliche Karriere. Und es ist schon toll, dass ich so frei agieren kann. Ich fühle mich wie ein Ein-Mann-Unternehmen.
Neulich meinte ein älterer Kollege, unser Prof habe schon lange jemanden gesucht, der ihm die ungeliebten Erstsemestervorlesungen abnimmt. Und dass derjenige nun auch noch den Ausputzer in dem aus dem Ruder gelaufenen Forschungsprojekt spielt, sei schon toll für unsere Abteilung. Irgendwie hatte ich aber den Eindruck, da schwang auch Neid auf meine Leistungsfähigkeit mit oder vielleicht Angst, neben mir blass auszusehen. Na egal, ich muss jetzt los...
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